Verschiedenes
 


Woher hat der Köcherbaum seinen Namen?
Verschiedene Verwendungszwecke
Vögel
Botanische Gärten
Das Wahrzeichen Namibias
Eine Bahnstation namens Kokerboom
Wappen und Logos
Aufzucht



 

(Museum Kapstadt/ Gardens)
Den Namen "Köcherbaum" verdankt Aloe Dichotoma den Buschmännern, die die weichen Zweige aushöhlten und die äußere harte Rinde als Pfeilköcher verwendeten. Erst im 17. Jahrhundert wurde der Name von den Europäern geprägt. 1685 wurde der Köcherbaum das erstem Mal von dem "Governor of Cape", Simon van der Stel erwähnt.

Die Buschmänner gehören zu der Gruppe der Khoisan, die sich aus den Khoikhoi und den San zusammensetzt. Als Jäger und Sammler führen sie ein Nomadenleben.
Sie bevölkerten einst das südliche Afrika. Heute sind nur noch kleine Gruppen in der Kalahari zu finden, die nach der alten Lebensweise leben.

fotografiert in Rundu



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In Namaland wurden die porösen, feuchten Aststücke oder auch die ganze Pflanze auch zum Kühlen von Wasser und Nahrungsmitteln verwendet.

Die gekochte Wurzel half gegen Asthma.

Der Blütennektar, auch "Witsap" genannt, ist ein leicht bitterer Durstlöscher.




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Während der Blütezeit werden unzählige Vögel vom Blütennektar angezogen. Darunter sind Mousebirds, Dusky Sunbirds und der Pied Barbet. Der Pied Barbet hat sich darauf spezialisiert, Löcher im Baumstamm zu erweitern und dort sein Nest zu bauen.

(re.: Köcherbaumwald, Farm Gariganus)



Gemeinschaftwebervögel bevorzugen die Baumkrone als Nistplatz in Ermangelung anderer großer Bäume oder Telefonmasten. Oftmals verdeckt das Nest die ganze Krone. Bis zu 400 Vögel leben in solchen Nestern, in denen sich auch gerne andere Vögel mit einnisten, wie z.B. der Pygmy Falcon oder die Redheaded Finches.
Es kann durchaus vorkommen, daß der Baum unter der Last des Nestes zusammenbricht.

(links: Tirasberge
unten: Webervogelnest in einer Akazie)


Webervogelnest von unten (fotografiert v. W. Uedelhoven)



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Viele Botanische Gärten züchten den Köcherbaum, z.B. der Münchner Botanische Garten, in dessen Gewächshaus einige Exemplare von Aloe dichotoma und ramosissima zu bewundern sind. Allerdings sind die Köcherbäume noch recht jung, also kaum verzweigt.


Botanischer Garten München


Aloe dichotoma

Aloe ramossisima



Der Botanische Garten Kirstenbosch (Kapstadt/ Südafrika) ist ein Paradies für Pflanzenkenner und einer der größten Gärten der Welt. Das Gebiet umfaßt Flachland, Schluchten, Quellen und Bäche, sowie die östlichen Hänge des Tafelberges. An die 9000 einheimische Pflanzen werden hier gezüchet und angepflanzt: u.a. Erikas, Farne, Proteen und vieles andere mehr. Im Gewächshaus sind die empfindlichen Wüstenplanzen in ihrer natürlichen Umgebung zu bewundern, u.a. auch der Köcherbaum.

Eingangsbereich Kirstenbosch

Nadelkissenproteen

Ein neuer Köcherbaumwald wurde im Karoo National Botanical Garden in Worcester angelegt und hat eine Ausdehnung von 2,0 Hektar. Angelegt wurde er auf dem östlichen Hang eines Hügels (koppie) in der Nähe der unteren Parkplatzfläche des Karoo NBG. Das trockene, wüstenähnliche Klima des Karoo NBG ist ideal für diese Pflanzen.
Der Wald besteht aus 180 Bäumen, zwischen 0,5 bis 2m hoch. Sie wurden von einer Abbaustelle (degrated site) bei Klein Pella in der nördlichen Kapprovinz im März 2000 hierher verpflanzt.

 
 




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Der Köcherbaum ist das Wahrzeichen Namibias und ziert die Front der 50 Cent Münze.



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Parallel zur B3, Karasburg (Namibia) Richtung Upington (RSA), verläuft die Bahnlinie, deren 3. letzte Station vor der südafrikanischen Grenze "Kokerboom" heißt. Ob es dort Köcherbäume gibt, gilt es noch zu erkunden. Aber laut Informationen aus dem Internet ist Kokerboom bekannt für seine bis zu 30m langen, 2 Millionen Jahre alten versteinerten Bäume, die weit verstreut zwischen riesigen Granitblöcken liegen.




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Der Köcherbaum ist in vielen Wappen und Logos wiederzufinden, ist er doch das Wahrzeichen Namibias und in einigen Gegenden typisch.


Logo des Namibianischen Touristen Board


Wappen Keetmanshoop



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Der Köcherbaum kann leicht von Samen gezogen werden. Er bevorzugt gut durchlässigen Kompostboden, z.B. Kakteenerde, und große Töpfe und einen sonnigen Standort. Er kann das ganze Jahr über gegossen werden, vorallem im Sommer bei gutem Wetter, allerdings nicht bei Bewölkung oder in feuchten Wintern, hält aber auch Trockenperioden aus. Die Pflanze wächst schneller unter guten Bedingungen, kann aber verfaulen, wenn sie zu feucht und zu kalt gehalten wird.
Vermehrung durch Abschnitte, die ein paar Tage getrocknet wurden, ist ebenfalls möglich.

 

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