| Aloe dichotoma
masson |
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| Vom geraden dicken
Stamm, der bis zu 1m im Durchmesser erreichen kann, öffnen sich aufstrebende
Äste, die sich zunehmend gabelartig verzweigen. Daher auch der Name
"Dichotoma" (= gabelartig). Die Äste enden in schopfartigen Blattrosetten aus blau-grünen spitzen, fleischigen Blättern. Sie sind ca. 35 cm lang, lanzenförmig und stehen aufrecht. |
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Die Blattkanten sind mit einer Reihe kleiner gelbbraunen Zähne (1mm) besetzt. Die Baumkrone ist meist symmetrisch und verleiht dem Baum ein kandelaberartiges Aussehen. Je nach Alter und Wachstumsbedingungen ist die Baumkrone allerdings unterschiedlich ausgebildet. Im Richtersveld z.B. länglich mit wenigen Verzeigungen. |
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| Die Rinde des Stammes
ist goldfarben und rissig; es sieht aus, als würde sich der Stamm schuppen.
Diese "Schuppen" sind an den Kanten messerscharf. Die Äste dagegen haben oft noch eine glatte silbrig-glänzende Rinde, wie sie auch an den Stämmen jüngerer Köcherbäume zu sehen ist. |
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Das Holz ist leicht,
außen hart und innen faserig/ schwammig, um Wasser speichern zu können.
Es ist nutzlos, im Sinne von Brennmaterial. Das Wurzelsystem ist weitverzweigt und verankert den Baum fest im Untergrund. |
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| Erstmals
in einem Alter von 20 bis 30 Jahren blühen die Köcherbäume.
Im Winterhalbjahr (April/ Juli) tragen sie die für Aloen typischen ca.
30 cm langen, senkrecht aufragenden Blütenstände, die mit kanariengelben
Blüten besetzt sind. Die Blüten sind schmal, röhrenförmigen und ca. 3 cm lang. Der senkrechte Blütenstand, der oben aus der Blattrosette wächst, unterscheidet den Köcherbaum von einer weiteren ihr ähnlichen Baumaloe, der Aloe pillansii. |
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Die Blüten haben
reichlich Nektar, der viele Vögel und Insekten anzieht, die wiederum
die Blüten bestäuben. Auch Paviane naschen gerne von dem Nektar.
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In den
extremen Umweltbedingungen (niedrige Luft- und Bodenfeuchtigkeit, manchmal
weniger als 50mm Regen im Jahr, starke Sonneneinstrahlung) hat der Köcherbaum
spezielle Fähigkeiten entwickelt, um Wasserknappheit als auch Frost
zu überstehen. "Sukkulenz"
(lat. "succus" = Saft) heißt das Überlebensprinzip. Der bittere Saft der Aloe, die rissige Rinde und die bezahnten Blätter dienen zum Schutz
vor Tierfraß. |
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